Die Varianz läßt grüßen

Die gute Nachricht: Der Tip vom PKR-Support, im Modus „low detail“ zu spielen, war gut. Es gab keine Software-Abstürze mehr. Die schlechte Nachricht: Ich krieg heute einen Schwachsinns-Bad-Beat nach dem anderen um die Ohren gehauen. Ein knappes Dutzend Speeds gespielt, zweimal im Geld gelandet und bei allen anderen endet es im Desaster. Immer trifft irgendein depperter Caller am River einen seiner wenigen Outs. Ich will nicht rumheulen, sondern poste die letzten beiden Hände zur allgemeinen Belustigung: Hand 1, Hand 2

Hier gibt’s nur zwei Möglichkeiten: Tilten oder Abschalten. Ich werde abschalten und den Tag mit meiner Frau am Strand verbringen. Ich habe nämlich keinen Bock, den ganzen Luckboxen, die heute auf PKR unterwegs sind, meine Bankroll (Von knapp 90 auf 60$ geschrumpft, arghhh) zu überlassen. Mindestens 1 Tag Pause und danach werde ich es Euch heimzahlen, basta!

Low Detail

Heute morgen hab ich ein paar Heads-Ups gespielt und mittendrin friert wieder wie schon gestern Abend die PKR-Software ein. Ich habe mich also wieder über den Support-Chat beschwert. Sie haben dann herausgefunden, daß meine Intel-Grafikkarte bekanntermaßen inkompatibel ist zu PKR und mir diesen Link zum Nachlesen gegeben. Mir wurde mitgeteilt, daß dieses Problem nicht gefixt werden könne, deshalb bleiben mir nur zwei Möglichkeiten: Eine kompatible Grafikkarte kaufen oder aber beim Start der PKR-Software einen Haken bei „Play in low detail“ machen. Ich habe mich für die zweite Variante entschieden, die Grafiken sind jetzt nicht mehr ganz so detailliert aber immer noch sehr gut und die Software scheint flotter und stabiler zu laufen.

Stinksauer

Hab noch ein wenig rumgezockt und es lief ganz gut soweit. Ein 6er-SnG mal wieder Platz 2. Ich habe erneut gleich am Anfang meine Pocket-Asse bekommen und einen dankbaren Caller gefunden:

Anschließend noch 6 Head-Ups und immerhin 4 davon gewonnen. Das qualitativ beste Heads-Up hatte ich gegen einen sehr starken Engländer verloren. Die wirklich interessante, entscheidende Hand dabei leider ziemlich unglücklich verloren. Trotzdem gut gespielt von beiden Seiten, der Engländer sah das auch so.

In einem anschließenden 2-Table 6er-SnG bin ich dann ausnahmsweise mal recht früh ausgeschieden. Nachdem es sich zunächst gut anließ hab ich mit AKs gegen AA verloren und war als 8. raus.

Ich hatte dann aufgrund des verpennten Satelit-Turniers von heute morgen mir gedacht, einfach zum Abschluß des Tages das täglich stattfindende 1.500$ GTD 6er-Speed zu spielen. Gut 200 Teilnehmer, die ersten 30 Plätze bezahlt, wobei es bereits für den 30. Platz über 20$ gab und für den Sieger über 550$, bei einem Buy-In von 10$ also eine höchst interessante Sache. Es lief auch recht gut, mit tightem Spiel konnte ich mich bis kurz vor die Bubble vorarbeiten. Mein Stack war zwar inzwischen ein wenig beängstigend geschrumpft, doch dann kamen im richtigen Moment meine Pocket-Kings, ich ging All-In, fand einen Caller und konnte verdoppeln. Prima, dachte ich mir, jetzt bist Du auf jeden Fall im Geld und mal sehen, was dann noch geht.

Doch dann passierte etwas, worüber ich jetzt noch stinksauer bin. Die PKR-Software fror plötzlich ein, nichts ging mehr, keine Chance. Ich konnte zwar in der Turnier-Lobby weiter beobachten wie die Leute mir meine Blinds stahlen und ich als deconnected aufgeführt war aber ich hatte keine Chance mehr zu reagieren. Als nach gut 15. Minuten die Software wieder lief, war ich im BB mit einem Scheißblatt All-In und flog an der Bubble raus. Echt geil! Ich habe mich sofort mit dem PKR-Support in Verbindung gesetzt. Sie fanden heraus, daß mein Grafik-Treiber veraltet sei und meinten, daß es ganz sicher daran läge, naja … Das Treiberdatum war von August 2007. Ok, was will man machen, einen neuen Buy-In haben sie mir nicht gegeben, was ich ehrlich gesagt nicht ganz fair finde, aber gut: Ich habe jetzt den neuen Treiber installiert und hoffe, daß das in Zukunft nicht mehr passiert, falls doch, werde ich ganz energisch beim Support auf einen neuen Buy-In pochen.

Na geht doch

Zwischendurch noch mal eines meiner geliebten 6er Speed SnG’s gespielt und es ging prima los. In der ersten Hand bekam ich gleich Pocket-Asse, also ein paar Calling-Stations mit ein wenig Futter in den Pot reingelockt. Der mir genau gegenübersitzende Table-Sheriff glaubte mir meine Asse nicht, callte als einziger bis zum River runter und bezahlte seine Neugier gleich in der ersten Hand mit seinem Turnierleben. Hier die Hand. Danach habe ich bis zur Bubble einfach nur noch die Premiumhände gespielt und dabei zugesehen, wie sich die Fische gegenseitig abschießen, mein Stack vergrößerte sich auf über 5.000 Chips.

Ganz witzig: Die Dame hinten rechts (auf dem Screenshot leider vom Dealer verdeckt) aus Frooonkreich war so etwas wie die personifizierte Calling Station. Sie konnte mir mit ihrer penetranten Callerei dreimal mit unglaublichem Glück am River kleine Pötte abnehmen und hatte dann eine ziemlich große Klappe. Ich habe daraufhin Phil Hellmuth zitiert („You even can’t spell poker“), worauf sie erst richtig anfing rumzugackern. Man soll ja nichts persönlich nehmen beim Poker, aber sie war auf meiner Abschußliste ganz oben und ich wartete nur auf den richtigen Moment. Der kam dann an der Bubble, wo ich am Flop einen Monster-Draw traf und ihre Callerei erfolgreich abstrafte. Ich konnte es mir nicht verkneifen, ihr elegant ein gepflegtes „Looser“ zum Abschied hinterherzuwerfen.

Am Ende reichte es dann im Heads-Up gegen den Spieler links von mir aus Nassau/Bahamas aber doch nur zum zweiten Platz. Ich war Chipleader, doch in den beiden entscheidenden Händen bin ich mit meinen Pocket-Jacks in seine Pocket-Kings gerannt und in der Final-Hand hält sein 3er-Pärchen gegen meine JTs. That’s Poker. Trotzdem denke ich, daß ich das Turnier gut gespielt habe und mit dem zweiten Platz bin ich ja auch ins Geld gekommen.

Danach habe ich noch ein Heads-Up gegen einen recht guten Spieler gespielt und nach langem Hin- und Her gewonnen. Der Screenshot zeigt die Final-Hand.

Alles nicht besonders spektakulär, aber nach den letzten kleinen Mißerfolgen tut’s gut mal wieder was zu gewinnen.

Verschlafen

Bedingt durch die Zeitverschiebung zu Europa fangen für mich die PKR-Turniere ja meist in den ganz frühen Morgenstunden statt. Das für 12:30 Uhr MEZ angesetzte Satelit zum TV-Showdown, an dem ich teilnehmen wollte, fand nach meiner Ortszeit um 6:30 Uhr statt. Was soll ich sagen? Natürlich hab ich voll verpennt. Also mal 2 Heads-Ups gespielt und gleich beide ziemlich dämlich verloren.

Der Gegner im ersten Heads-Up war sehr passiv und wäre wohl leicht zu schlagen gewesen. Ich hatte ihn auch schon fast in der Tasche, doch leider fing ich dann an mit marginalen Blättern zu aggressiv zu spielen, um den Sieg schnell einzutüten und der Schuß ging nach hinten los. Selber Schuld und wieder mal die Bestätigung, daß Geduld eine der wichtigsten Dinge beim Poker ist.

Der zweite Gegner war ein typischer Slowplayer, womit er mir in zwei Händen viele Chips abnahm. Ich muß sagen, ich habe das zu spät registriert und deshalb wirklich sehr schlecht gespielt. Bin dann mit AJo All-In und … siehe Screenshot links. Naja, was soll’s. Ich leg mal eine kurze Pause ein und spiele später vielleicht noch das eine oder andere SnG.

Der Poker-Tag fing so gut an …

Gleich beim Frühstück zum Aufwärmen 5 Speed Heads-Ups in den unteren Limits gespielt. Alle 5 gewonnen. Die Gegner hier sind meist sehr schwach, so auch heute. Lediglich beim letzten Gegner hatte ich etwas Probleme. Er spielte stark, callte kaum, sondern raiste und foldete überwiegend. Er hatte mich schon fast in die Knie gezwungen, ich hatte nur noch um die 250 Chips übrig (bei 1.000 Startchips), konnte mich aber wieder rankämpfen und hatte ihn dann in der entscheidenden Hand mit richtig fiesem Slowplay überrumpelt. Ich vermutete schon, er hatte einen Straight oder Draw auf der Hand, ich hielt aber den Nuts-Flush und lockte ihn in den Pot bis er committed war. Hier die Hand. Ihr seht, er hatte am Flop einen King high Flush-Draw und einen Straight getroffen. Das war natürlich wirklich Pech für ihn. Gleich in der nächsten Hand konnte ich die Begegnung dann beenden.

Danach konnte ich noch in einem MTT Speed (6-seater, 2-table) den 2. Platz erreichen und 7,20$ einstreichen. Meine Bankroll hatte ich damit auf knapp 90$. Also dachte ich mir, jetzt unternehme ich den ersten Angriff und leistete mir den 6,05$ Buy-In für das Satellite to „The TV Showdown“ (Speed). Bei knapp 130 Teilnehmern gab es 12 Tickets, der 13. Platz wurde mit ca. 18 Dollar als Trostpreis belohnt.

Der Turnierverlauf war jedoch grausam für mich und endete mit einem furchtbaren Bad Beat. Bis zur Endphase mußte ich mich durchfolden, da ich keine auch nur halbwegs brauchbare Hand erhielt. Es war wirklich zum Verzweifeln, nur Mist wie 9-2o, T-4o usw. Die einzige spielbare Hand wäre einmal AQo gewesen, diese wurde mir jedoch ausgerechnet UTG zugedealt. Zum Glück gelang es mir, mit teils hanebüchenden Bluffs meine Blinds meist zu verteidigen und hielt mich so immer einigermaßen über Wasser.

Erwähnenswert noch, daß es an meinem Tisch richtig Zoff gab. Ein Franzose war mit 20.000 Chips der alles überragende Chipleader. Eine typisch französische Calling-Station. Der Typ hatte schier unglaubliches Glück, callte fast alles und traf jeden noch so bekloppten Backdoor-Straight oder -Flush und konnte seinen Stack auf über 30.000 Chips ausbauen. Damit zog er den Zorn der vielen am Tisch sitzenden Engländer auf sich. „Froschbeinefresser“ war da noch das Harmloseste, was er sich anhören mußte. Ich hab mich da rausgehalten und war froh, daß ich als einziger Deutscher am Tisch nicht wieder, wie jüngst geschehen, als „Fucking Nazi“ beschimpft wurde.

Was dann folgte war aber noch weit schlimmer, die absolute Höchststrafe für mich. Nachdem ich, wie bereits beschrieben, nur Müll als Startblätter bekam, lachten mich kurz vor der Bubble in der Push-or-Fold-Phase wie aus heiterem Himmel plötzlich 2 Pocket-Asse an. Ich saß UTG, hatte kurz ein komisches Gefühl und kam auf den irrwitzigen Gedanken, meine Asse zu folden. Der Grund: Am anderen Tisch gab es eine seltsame Konstellation: Dort saßen drei Bigstakes fünf Super-Ministakes mit weniger als 300 Chips gegenüber, bei denen also das bevorstehende Ausscheiden aufgrund der hohen Antes in den nächsten 2 Händen sehr wahrscheinlich war. Ich hätte mir ohne eine Hand noch zu spielen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mein Ticket erfolden können. Trotzdem ging ich preflop All-In. Es ist rational nicht erklärbar, aber mit der Zeit entwickelt man ein gewisses Gefühl dafür, zu erahnen, was passieren wird. Ich sah, wie meine Gegner der Reihe nach foldeten, „wußte“ aber, daß mich doch einer callen und rauskegeln würde. Und genau so kam es. Meine persönliche Horrorhand für diese Woche findet der geneigte Leser hier.

Ich nahm in der Turnier-Lobby noch wahr, daß ich als 16. das Turnier beendete und in der nächsten Hand die Bubble, wie zuvor geahnt, bereits Geschichte war. Nach einem kurzen Wutausbruch und der gedanklichen Entsorgung meines Laptops durchs Fenster beschloß ich, diesen herunterzufahren und stattdessen einen gemütlichen Nachmittag am Strand zu verbringen. Ich glaube, das war eine gute Idee. Mit ein bischen Abstand kommt man schnell wieder runter und der eigene Ärger wird bei einem verlorenen Buy-In von gerade mal 6,05$ doch schnell relativiert. Der Tag am Strand in der Bar von meinem Kumpel Tom war jedenfalls um Einiges teurer … Ich bin jetzt wieder voller Tatendrang und will morgen einen neuen Angriff wagen.

PKR Poker und der erste Beitrag

Ich fange mal einfach an mit der Beschreibung der Ausgangslage: Ich lebe seit ca. 5 Jahren als Deutscher in der Dominikanischen Republik, da meine Frau Dominikanerin ist. Weil es hier viele Casinos und keinerlei Verbote und Beschränkungen für sogenannte Glücksspiele gibt, bin ich durch diverse Casino-Besuche schnell aufs Pokern gestoßen.

Warum Poker?
Die typischen Casinospiele haben mich nie besonders fasziniert, da es einfach eben reine Glücksspiele sind und ich mein Geld niemals so verzocken würde. Anders ist das beim Poker: Zwar gibt es unstreitig auch hier so etwas wie Kartenglück bzw. -pech, da es eben — im Gegensatz zum z. B. Schachspiel — ein Spiel mit unvollständigen Informationen ist. Doch wurde mir schnell klar, daß Poker nicht nur Glück ist.

Im Gegenteil: Poker ist Mathematik, Taktik, Strategie und Psychologie. Der Faktor „Glück“ besteht eigentlich nur aus den verschiedenen fehlenden Informationen, nämlich den Karten des Gegners und den verbleibenden Karten im Deck. Es ist anders ja auch nicht zu erklären, daß es, so wie beim Schach, gute und schlechte Spieler gibt, wobei ich allerdings einräume, daß öfter als beim Schach ein schlechter Spieler auch mal gegen einen guten Spieler gewinnen kann.

Beim Roulette dagegen kann man nicht gut oder schlecht spielen, man kann nur Glück oder Pech haben. Das empfinde ich persönlich als langweilig und dumm. Früher in Deutschland hatte ich lange Zeit Schach gespielt als einigermaßen guter Vereinsspieler, doch hier in der Dominikanischen Republik ist es schwierig einen Partner zu finden. Anders als in Kuba, spielt auf unserer Karibikinsel kaum jemand Schach sondern Domino ist angesagt, ein Spiel, das mir nicht besonders gefällt. Partner zum Pokern dagegen findet man problemlos sowohl unter Dominikanern als auch unter Residenten und natürlich finden in den Casinos täglich Turniere statt, an denen auch viele Touristen teilnehmen. So war schnell klar: Poker wird mein Spiel für die Zukunft.

Warum Online-Poker?
Da ich mein Geld im Bereich „Internet und CMS“ verdiene lag es natürlich nahe, daß ich irgendwann einmal auf einen Online-Pokerraum stoßen würde. Im Gegensatz zum Online-Schach, wo man sowieso meist nur gegen praktisch unschlagbare Programme spielt, braucht man beim Online-Poker vor den vielberüchtigten Pokerbots absolut keine Angst zu haben. Ich werde dies später mal in einem eigenen Beitrag genauer erläutern.

Ich erwarb schließlich mein erstes Startkapital für den Pokerraum „Party Poker“ in Höhe von 50$, das mir dankenswerterweise von der Pokerschule Pokerstrategy.com kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, und — Asche über mein Haupt — ich verzockte alles relativ schnell. Ich hielt mich trotz guter Vorsätze nicht an die von der Pokerschule für Anfänger empfohlene, doch langweilige SSS-Strategie und ging als Neuling schnell baden. Aber egal, der sportliche Ehrgeiz war geweckt und ich cashte kleinere Beträge bei Pokerstars, Everest, Unibet und TonyG Poker ein und spielte drauflos. Langsam verbesserte sich mein Spiel und ich fing an etwas Geld zu verdienen, nicht viel aber immerhin konnte ich mich einen „Winning-Player“ nennen, ist doch schon mal was. Wenig Spaß hatte ich an Cashgames, die waren mir zu langweilig. Ich wandte mich zunehmend SnG-Turnieren zu, insbesondere den Turbo- und Speed-Turnieren mit schnell ansteigenden Blinds. Ich liebe die späten Turnierphasen mit hohen Blinds, wo man seine Entscheidungen konsequent und gezielt treffen muß. Mit einer Entscheidung läßt sich oft der ganze bisherige Turnierverlauf auf den Kopf stellen. Viele Spieler kommen mit diesen Situationen nicht zurecht. Ich habe für mich jedoch inzwischen ein gutes Gefühl und glaube zu wissen, was ich zu tun habe, weswegen ich doch häufig ITM (In the money) komme. Immer wieder beobachte ich schlechte Spieler, meist Calling Stations, die am Anfang einfach nur Glück haben, einen riesigen Chipstapel aufbauen und dann in der Endphase kurz vor der Bubble sang- und klanglos baden gehen, weil sie einfach das Spiel nicht begreifen.

Ich habe zwischenzeitlich auch mit dem Multitablen angefangen und bis zu 6 Tische gleichzeitig gespielt. Ich mußte allerdings feststellen, daß dies meinem Spiel wenig zuträglich war. Man kann doch nur Standardaktionen ausführen und das verschlechtert das eigene Spiel definitiv. Ich beobachte lieber in der frühen Turnierphase die Aktionen meiner Gegner ganz genau und kann die gesammelten Informationen dann in der späten Phase oftmals gewinnbringend einsetzen. So wie im echten Live-Poker eben. Das macht mir Spaß und das war auch der Hauptgrund, weswegen ich nun bei PKR Poker gelandet bin.

Warum PKR-Poker?
Irgendwann im März dieses Jahres stolperte ich über den bis jetzt im deutschsprachigen Internet recht wenig beworbenen 3D Pokerraum PKR. Bekannter sind ja nun mal Party Poker, Everest und vor allem — Dank Stefan Raabs Pokernacht (kann man übrigens auch in der Domrep empfangen) — Pokerstars.

Aber lange Rede, kurzer Sinn: Ich schaute mir die PKR-Seite einmal genauer an und ahnte schnell, daß dieser Pokerraum anders ist. Also installierte ich mir nach kurzer Überlegung die riesige Software — ich glaube so etwa ein halbes Gigabyte muß man sich da runterladen. Nach der Installation war mir auch klar, warum. Mir blieb fast die Spucke weg, als ich mich erstmals an einen Spielgeld-Tisch setzte und Grafik, Atmosphäre und die realistischen Animationen genoß — der absolute Wahnsinn! Der ganze Ablauf ist praktisch 1:1 wie beim Live-Poker. Man kann einen ganz eigenen Charakter entwickeln und muß sich nicht — wie sonst üblich — mit einer Comicfigur oder einem Avatar begnügen. Es gibt viele Dinge, die bei PKR anders sind. Beispielsweise registriere ich genau wenn ein Spieler vor einer Entscheidung noch einmal seine Hand überprüfen muß. Genau wie beim Live-Poker muß man sich bei PKR seine Hand nämlich merken, sie wird einem nicht dauernd am Bildschirm angezeigt.

Alles in allem ist es für mich keine Frage, daß ich wohl noch lange bei PKR spielen werde, auch plane ich bei den anderen Pokerräumen in absehbarer Zeit auszucashen, wenn es mir bei PKR dauerhaft gut gefällt. Bei PKR hatte ich 50$ eingecasht und bin vom Start weg stets im Plus gewesen. Nach der Vervierfachung meiner Bankroll habe ich bis auf die eingezahlten 50$ ausgecasht und mir dann ein Ziel gesteckt.

Mein Ziel bei PKR
Wie schon erwähnt, liegen mir besonders die Speed-Turniere. Ich spiele hier überwiegend die Shorthanded Table, auch schon mal die Multitables in den niedrigen Limits. Außerdem immer wieder zwischendurch die Speed-Heads-Ups, wo ich derzeit eine Gewinnquote von fast 80% halte. Mit dem hier gewonnenen Geld will ich dann die Buy-Ins für verschiedene Sateliten-Turniere, besonders für die TV-Showdowns bezahlen. PKR betreibt nämlich das auf YouTube abrufbare PKR-TV. Ich werde also zusehen, daß ich mich für möglichst viele Turniere, in denen hohe Gewinne möglich sind, qualifiziere. Für einen Sieg in einem solchen Turnier kann man einige Tausend Dollar einsacken, es lohnt sich also. Natürlich bin ich nicht so arm, daß ich mir nicht auch einfach die Buy-Ins von 50 oder 100$ leisten könnte, aber das ist mir zu einfach, ich will mich dafür qualifizieren, einfach aus sportlichem Ehrgeiz heraus.

Fürs nächste Jahr werde ich mit dem gleichen System versuchen, mir über PKR ein WSOP-Ticket nach Las Vegas zu sichern, für mich wäre es ja nur ein 3 Stunden Flug, aber das ist jetzt noch Zukunftsmusik und außerdem fürchte ich, daß meine Frau nicht unbedingt begeistert sein wird …

PS: Anfügen möchte ich noch, daß die in meinem Blog aufgeführten Links zu diversen Pokerräumen manchmal einen Ref- oder Affiliate-Link haben, d. h. einfach nur, daß wer sich über mich anmeldet, mir zugeordnet wird und ich dafür Provisionen oder Prämien erhalte. Dies ist ja vielfach so üblich. Wer sich daran — warum auch immer — stört oder mir das nicht gönnt, muß halt die entsprechende Website manuell im Browser eintippen. Jeder kann übrigens bei den meisten Pokerräumen Freunde werben und erhält dafür verschiedene Prämien von den Anbietern — also eine ganz normale Sache. Wer sich bei PKR anmelden will kann gerne einen meiner rechts im Menu aufgeführten Bonuscodes verwenden und den für sich passenden Code verwenden.